Bauchfett gilt als besonders hartnäckig und stellt für viele Menschen eine große Herausforderung dar. Während klassische planks seit Jahren als effektive Übung zur Stärkung der Bauchmuskulatur gelten, setzen Fitnessexperten zunehmend auf eine dynamische Variante: den plank walk-out. Diese Übung kombiniert mehrere Bewegungsabläufe und soll deutlich mehr Muskelgruppen aktivieren als die statische plank-position. Sportmediziner und Personal Trainer betonen, dass die zusätzliche Bewegungskomponente nicht nur die Intensität erhöht, sondern auch den Kalorienverbrauch steigert und somit effektiver gegen Bauchfett wirkt.
Was ist der plank walk-out ?
Grundprinzip der Übung
Der plank walk-out ist eine dynamische Ganzkörperübung, die aus einer stehenden Position beginnt und in einer plank-position endet. Im Gegensatz zur klassischen plank, bei der man eine statische Position hält, erfordert der walk-out eine kontrollierte Bewegung nach vorne, bei der die Hände schrittweise vom Körper wegwandern. Diese Übung kombiniert Elemente aus verschiedenen Trainingsmethoden und fordert sowohl Kraft als auch Koordination.
Ablauf der Bewegung
Die Übung beginnt im aufrechten Stand mit geschlossenen Füßen. Der Sportler beugt sich nach vorne und platziert die Hände vor den Füßen auf dem Boden. Anschließend wandern die Hände Schritt für Schritt nach vorne, während die Füße an Ort und Stelle bleiben, bis der Körper eine vollständige plank-position erreicht hat. Die gesamte Bewegung erfordert eine konstante Körperspannung und aktiviert dabei zahlreiche Muskelgruppen gleichzeitig.
Unterschied zur klassischen plank
Während die traditionelle plank eine isometrische Übung darstellt, bei der eine Position gehalten wird, handelt es sich beim walk-out um eine dynamische Bewegung. Die zusätzliche Bewegungsphase erhöht die Anforderungen an die stabilisierende Muskulatur und sorgt für eine intensivere Beanspruchung des gesamten Rumpfes. Diese Eigenschaften machen den plank walk-out zu einer anspruchsvolleren Alternative für fortgeschrittene Sportler.
Vorteile des plank walk-out im Vergleich zum traditionellen plank
Erhöhte Muskelaktivierung
Der plank walk-out aktiviert deutlich mehr Muskelgruppen als die statische plank-variante. Während der Bewegung nach vorne müssen neben den Bauchmuskeln auch die Schultern, der Rücken und die Beinmuskulatur stabilisierend arbeiten. Studien zeigen, dass die dynamische Komponente die Muskelaktivität um bis zu 30 Prozent steigern kann.
Funktionelle Bewegungsmuster
Die Übung trainiert funktionelle Bewegungsabläufe, die im Alltag häufig vorkommen. Das kontrollierte Bewegen des Körpergewichts durch den Raum verbessert die Koordination und das Körpergefühl. Diese Aspekte machen den walk-out zu einer praxisnahen Übung, die über reines Krafttraining hinausgeht.
Höherer Kalorienverbrauch
Durch die zusätzliche Bewegung und die Aktivierung mehrerer Muskelgruppen steigt der Energieverbrauch deutlich an. Im Vergleich zur statischen plank verbrennt der plank walk-out mehr Kalorien pro Wiederholung, was besonders für Menschen mit dem Ziel der Fettreduktion relevant ist.
| Aspekt | Traditionelle plank | Plank walk-out |
|---|---|---|
| Muskelaktivierung | mittel | hoch |
| Kalorienverbrauch | gering | mittel bis hoch |
| Koordinationsanforderung | niedrig | hoch |
| Schwierigkeitsgrad | mittel | hoch |
Diese Vorteile machen den plank walk-out zu einer besonders effizienten Übung, die sich optimal in ein ganzheitliches Trainingsprogramm integrieren lässt.
Wie man einen plank walk-out korrekt ausführt
Startposition
Die korrekte Ausführung beginnt mit einer aufrechten Standposition. Die Füße stehen etwa hüftbreit auseinander, die Arme hängen locker neben dem Körper. Die Körperspannung sollte bereits in dieser Position aktiviert werden, um eine kontrollierte Bewegung zu gewährleisten.
Bewegungsausführung
Folgende Schritte sind für eine korrekte Ausführung entscheidend:
- Beuge dich aus der Hüfte nach vorne und platziere die Hände flach vor den Füßen auf dem Boden
- Halte die Beine möglichst gestreckt, eine leichte Beugung in den Knien ist bei eingeschränkter Beweglichkeit erlaubt
- Wandere mit den Händen Schritt für Schritt nach vorne, während die Füße an Ort und Stelle bleiben
- Bewege dich weiter nach vorne, bis der Körper eine gerade Linie von den Fersen bis zum Kopf bildet
- Halte diese position für ein bis zwei Sekunden
- Wandere mit den Händen wieder zurück in Richtung der Füße
- Richte dich kontrolliert wieder zur Ausgangsposition auf
Wichtige Technikhinweise
Die Körperspannung muss während der gesamten Bewegung aufrechterhalten werden. Der Rücken sollte gerade bleiben, ohne dass die Hüfte durchhängt oder nach oben ausweicht. Die Atmung sollte gleichmäßig erfolgen und nicht angehalten werden. Ein kontrolliertes Tempo ist wichtiger als schnelle Wiederholungen.
Die richtige Technik bildet die Grundlage dafür, dass die Übung ihre volle Wirkung entfalten kann und gezielt die Bauchmuskulatur anspricht.
Warum der plank walk-out den Bauch besser trainiert
Dynamische Kernstabilität
Der plank walk-out fordert die Rumpfmuskulatur auf dynamische Weise. Während der Bewegung nach vorne muss die Bauchmuskulatur kontinuierlich gegen die Schwerkraft arbeiten, um ein Durchhängen der Hüfte zu verhindern. Diese konstante Anpassung an wechselnde Hebelarme trainiert die tiefliegenden Bauchmuskeln intensiver als statische Übungen.
Aktivierung der schrägen Bauchmuskulatur
Durch die notwendige Stabilisierung während der Bewegung werden auch die seitlichen Bauchmuskeln stark beansprucht. Diese Muskelgruppen sind besonders wichtig für eine definierte Taille und spielen eine zentrale Rolle bei der Reduktion von Bauchfett.
Verbesserte Durchblutung
Die Bewegungskomponente sorgt für eine bessere Durchblutung der Bauchregion im Vergleich zu statischen Übungen. Eine verbesserte Durchblutung unterstützt den Stoffwechsel und kann langfristig zur Reduktion von Körperfett beitragen.
Hormonelle Effekte
Intensive Ganzkörperübungen wie der plank walk-out regen die Ausschüttung von Wachstumshormonen an, die den Fettabbau fördern. Diese hormonellen Reaktionen sind bei statischen Übungen weniger ausgeprägt und machen den walk-out zu einer besonders effektiven Übung gegen Bauchfett.
Diese physiologischen Mechanismen erklären, warum Experten den plank walk-out als überlegen gegenüber traditionellen planks betrachten, wenn es um die Reduktion von Bauchfett geht.
Häufige Fehler beim plank walk-out und wie man sie vermeidet
Durchhängende Hüfte
Ein häufiger Fehler ist das Durchhängen der Hüfte in der plank-position. Dies geschieht meist aufgrund mangelnder Rumpfkraft oder fehlender Körperspannung. Um dies zu vermeiden, sollte die Bauchmuskulatur bewusst angespannt werden, als würde man einen Gürtel enger schnallen. Bei Bedarf kann die Übung zunächst mit kürzeren Bewegungsamplituden ausgeführt werden.
Zu schnelle Ausführung
Viele Sportler führen die Übung zu schnell aus, wodurch die Effektivität deutlich sinkt. Eine kontrollierte, langsame Bewegung ist entscheidend für die optimale Muskelaktivierung. Jeder Schritt mit den Händen sollte bewusst gesetzt werden, die gesamte Bewegung sollte mindestens fünf bis sechs Sekunden dauern.
Falsche Handposition
Die Hände sollten direkt unter den Schultern platziert werden, wenn die finale plank-position erreicht ist. Eine zu weite oder zu enge Handposition kann zu Belastungen der Schultergelenke führen und die Effektivität der Übung verringern.
Angehaltene Atmung
Das Anhalten der Atmung während der Übung ist ein verbreiteter Fehler, der zu Verspannungen führen kann. Eine gleichmäßige Atmung sollte während der gesamten Bewegung beibehalten werden. Experten empfehlen, beim Hinauswandern auszuatmen und beim Zurückwandern einzuatmen.
- Achte auf eine neutrale Wirbelsäulenposition
- Vermeide ein Hohlkreuz oder einen Rundrücken
- Halte den Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule
- Spanne die Gesäßmuskulatur leicht an für zusätzliche Stabilität
- Beginne mit wenigen Wiederholungen und steigere langsam
Die Vermeidung dieser Fehler ist entscheidend, um Verletzungen vorzubeugen und die maximale Wirkung der Übung zu erzielen.
Fachmeinungen zur Wirksamkeit des plank walk-out
Aussagen von Sportmedizinern
Sportmediziner betonen die ganzheitliche Wirkung des plank walk-out. Die Übung trainiert nicht nur isoliert die Bauchmuskulatur, sondern stärkt die gesamte Rumpfmuskulatur inklusive der tiefliegenden Stabilisatoren. Diese Muskelgruppen sind für eine gesunde Körperhaltung und die Prävention von Rückenschmerzen von großer Bedeutung.
Einschätzungen von Personal Trainern
Erfahrene Personal Trainer schätzen den plank walk-out als zeiteffiziente Übung, die in kurzer Zeit viele Muskelgruppen anspricht. Sie empfehlen die Integration in Zirkeltrainings oder als Aufwärmübung vor intensiveren Trainingseinheiten. Die Übung eignet sich sowohl für Anfänger in modifizierter Form als auch für fortgeschrittene Sportler.
Wissenschaftliche Erkenntnisse
Biomechanische Analysen zeigen, dass der plank walk-out eine höhere Aktivierung der geraden Bauchmuskulatur bewirkt als traditionelle planks. Die Aktivität der stabilisierenden Muskulatur steigt während der Bewegungsphase signifikant an, was die Übung besonders wertvoll für funktionelles Training macht.
Empfehlungen für die Praxis
Experten empfehlen, den plank walk-out zwei bis drei Mal pro Woche in das Trainingsprogramm zu integrieren. Anfänger sollten mit acht bis zehn Wiederholungen beginnen, fortgeschrittene Sportler können bis zu 15 Wiederholungen pro Satz ausführen. Die Übung lässt sich hervorragend mit anderen Bauchübungen kombinieren, sollte aber aufgrund der hohen Intensität nicht übermäßig häufig durchgeführt werden.
Der plank walk-out hat sich als hochwirksame Übung zur Stärkung der Bauchmuskulatur etabliert. Die dynamische Bewegung aktiviert mehr Muskelgruppen als traditionelle planks und führt zu einem höheren Kalorienverbrauch. Die korrekte Ausführung mit konstanter Körperspannung ist entscheidend für den Erfolg. Häufige Fehler wie eine durchhängende Hüfte oder zu schnelle Bewegungen lassen sich durch bewusstes Training vermeiden. Sportmediziner und Trainer bestätigen die Überlegenheit dieser Übung gegenüber statischen Varianten, besonders wenn es um die Reduktion von Bauchfett geht. Eine regelmäßige Integration in das Trainingsprogramm kann zu sichtbaren Ergebnissen führen und die gesamte Rumpfstabilität verbessern.



